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TurnTeam Staufen - TG Wangen/Eisenharz II

In der Verbandsliga Württemberg musste das Turnteam Staufen am vergangenen Samstag eine weitere Niederlage hinnehmen. Dabei verlor das Team von Coach Jens Hesse gegen die TG Wangen/Eisenharz II deutlich mit 18:52 Scorepunkten. Erfreulicherweise konnte jedoch mit dem Gewinn des Königsgeräts ein Achtungserfolg erzielt werden. Bereits im Vorfeld war klar, dass es gegen den Tabellenführer aus dem Allgäu extrem werden würde zu punkten. Zudem musste der Ausfall von Leistungsträger Maurath kompensiert werden, der derzeit an einer Kapselverletzung laboriert. „Die Niederlage stand damit bereits im Vorfeld fest und geht auch in dieser Höhe in Ordnung“, so Teamchef Hesse. Der Fokus liegt nun voll auf dem kommenden Ligafinale, wo es letztlich gilt die Klasse zu halten. Die Chancen hierfür dürften mit aktuell 4 Tabellenpunkten Abstand auf den Abstiegsplatz nicht schlecht stehen, andererseits zeigten die vergangenen Jahre aber auch, dass dieses Wettkampfformat nicht unbedingt zu den Stärken des Turnteams gehört. Spannung also durchaus vorhanden.

Bereits am Boden zeigten die Allgäuer Gäste mit einem deutlichen 10:0 Gerätesieg, dass sie am heutigen Tag gewillt waren, weitere Siegpunkte einzufahren. Startturner Paul Kottmann präsentierte starke Inhalte, musste jedoch einen Sturz in Kauf nehmen (-2). Ähnliches bei Johannes Hesse, der 4 Scorepunkte gegen Benjamin Meyer abgab. Cornelius Hesse gelang es hingegen, seine schwierige Kür ohne Sturz durchzubringen. Er befand jedoch gegen den sprunggewaltigen von Kirn auf verlorenem Posten. Bernhard Sinn erturnte zum Abschluss immerhin noch ein Remis.

Erfreuliches wiederum am Pauschenpferd. Alle Athleten des Turnteams kamen ohne gröbere Schnitzer durch ihr Programm. Der Gegner zeigte jedoch auch an diesem Gerät seine Klasse und entschied den Gerätedurchgang wiederum mit 7:2 für sich. Den Topwert markierte Leon Scharfe mit 11,15 Punkten und 2 gewonnenen Scorepunkten. Sachsen-Anhalt-Import Alexander Seemann-Sinn musste bei seinem Saisoondebüt hingegen Federn lassen und gab ebenso wie Max Dietzschold und J. Hesse Zähler ab. Wangen/Eisenharz damit bereits auf 17:2 Scorepunkte enteilt. Auch an den Ringen war trotz ordentlicher Vorstellungen wenig gegen den Allgäuer Ligaprimus auszurichten. J. Hesse (-3), Kottmann (-4), Scharfe (-2) sowie der sturzbehaftete Max Stolz (-2) sorgten für weiteren Zuwachs auf dem Gästetableau.

Weiter ging es nach der Pause am Sprung. Hier konnten die beiden Startturnern J. Hesse und Roman Kneller ihre Tsukaharasprünge nicht in den Stand zu bringen und mussten mit 4 bzw. 5 Zählern entsprechende Punktverluste hinnehmen. Stolz zeigte mit 12,65 P. hingegen Saisonbestleistung und war seinem Duellgegner beinahe ebenbürtig (-1). Schlussturner C.Hesse gestaltete sein Duell erfolgreich und fuhr 4 Scorepunkte ein.

Die vorsichtig aufkeimende Euphorie bekam allerdings am Folgegerät schnell wieder einen Dämpfer. J. Hesse, Stolz und Sinn konnten in ihren jeweiligen Paarungen nicht bestehen und büßten weitere 10 Scorepunkte ein. Lediglich Kneller gelang es sein Duell siegreich zu gestalten. Er erturnte sich starke 3 Scorepunkte.

Anschließend Wechsel zum Königsgerät. Hier zeigte Dietzschold mit einer Wertung von 12,2 Punkten gleich eine überragende Leistung. Die 4 gewonnenen Scorepunkte musste J.Hesse im Anschluss allerdings postwendend wieder abgeben. Sein Bruder Cornelius sicherte sich gegen den etatmäßigen Drittligaturner von Kirn hingegen ein starkes Remis. Damit Gleichstand vor dem letzten Duell. Abermals lag es nun an Sinn, den Gerätsieg einzufahren. Trotz partieller Konditonsdefizite gelang es ihm, 5 Scores und 2 Gerätepunkte einzufahren.

Durch die Niederlage rutscht das Turnteam auf Rang 6 ab und steht vor dem anschließenden Ligafinale (27.04.2024 in Ingersheim) nur einen Rang vor dem Abstiegsplatz. Bei diesem Wettkampfformat treten alle Teams der Verbandsliga in einem einzigen Wettkampf gegeneinander an, wobei nochmals ein Drittel der Gesamtpunkte vergeben wird. Das Turnteam hofft auf eine möglichst zahlreiche Unterstützung der Fans.

[Bernhard Sinn]